Trauerbegleitung
Miklós Szalachy - Trauerbegleiter

Martin Voill - Trauerbegleiter
Der
Tod kann Gräben aufreißen. Ungeklärte Themen lebendig machen, die man
lieber mit begraben würde. Bis zur Trauerfeier biete ich an, in zwei
bis drei zusätzlichen Gesprächen dabei zu helfen, mit möglicherweise
sehr ambivalenten Gefühlen umzugehen. Es scheint nicht opportun zu sein,
jetzt Verärgerung oder erfahrenen Neid zuzulassen. Doch neben der Trauer
muss man manchmal auch mit anderen Lebenswirklichkeiten umgehen können
und mit ihnen etwas machen. Letztlich geht es um einen selbst: Wie will
ich umgehen mit dem, was bleibt?
Wer war die verstorbene Person wirklich? In welcher Beziehung stand ich zu ihr? Wie umgehen mit dem, wofür man zu Recht kein Verständnis aufbringen kann? Was ist offen geblieben? Was tue ich mit dem Rest? Vielleicht ergibt sich ein Brief. Oder ein Ritual, oder etwas, das in der Trauerrede gesagt werden soll. Letztlich geht es darum, sich ganz verabschieden zu können, und sich von dem, was an einem nagt, zu befreien. Zwei bis drei Gespräche sollen dabei helfen, das Gute zu bewahren, Erkenntnisse festzuhalten und das Schlechte zu begraben.
